Steuerermittlung gegen Platincasino enthüllt 77,6 Millionen Euro Verlust für 2024
Geschrieben von Viktor Lehmann · 30.10.2026

Steuerermittlung gegen Platincasino enthüllt 77,6 Millionen Euro Verlust für 2024

Die laufende Steuerermittlung der Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen den Betreiber des illegalen Online-Casinos Platincasino hat für das Jahr 2024 einen mutmaßlichen Steuerausfall von 77,6 Millionen Euro allein bei diesem Anbieter ergeben und diese Summe entspricht mehr als einem Drittel der gesamten Steuereinnahmen aus dem legalen virtuellen Automatenspielmarkt in Deutschland, der 2024 insgesamt 213,5 Millionen Euro erwirtschaftete.
Hintergründe der Ermittlungen und beteiligte Behörden
Die Frankfurter Staatsanwaltschaft führt die Untersuchungen gegen Platincasino seit längerer Zeit durch, während die Joint Gambling Authority of the German States, kurz GGL, als zuständige Regulierungsbehörde die Entwicklungen im legalen und illegalen Markt beobachtet; Behördenangaben zufolge konzentrieren sich die Ermittlungen auf die nicht autorisierten Aktivitäten dieses Betreibers, die sich über mehrere Jahre erstreckten und nun zu einer detaillierten Aufschlüsselung der finanziellen Auswirkungen führen.
Vergleich der Zahlen mit dem legalen Markt
Die ermittelten 77,6 Millionen Euro Steuerverlust machen 36,3 Prozent der gesamten Steuereinnahmen aus dem legalen virtuellen Slot-Markt aus, der 2024 bei 213,5 Millionen Euro lag, und diese Relation zeigt, wie ein einzelner illegaler Anbieter das Volumen eines ganzen regulierten Segments übertreffen kann, wobei Daten der GGL die Grundlage für solche Vergleiche bilden und die Zahlen aus offiziellen Steuerstatistiken stammen.
Auswirkungen auf Schätzungen zum Schwarzmarkt
Die Ergebnisse der Ermittlung stellen die bisherigen Schätzungen der GGL zum Anteil des Schwarzmarkts am Bruttospielertrag in Frage, denn die Behörde hatte diesen Anteil zuvor auf 23 Prozent beziffert, während der Fall von Platincasino auf ein deutlich höheres Volumen illegaler Aktivitäten hindeutet und Beobachter die Notwendigkeit einer Überprüfung dieser Modelle betonen, da die aktuellen Zahlen aus der Steuerermittlung neue Einblicke liefern.
Die fünfjährige Evaluierung des GlüStV im Oktober 2026
Im Oktober 2026 schreitet die fünfjährige Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags, des GlüStV, voran und die Ergebnisse aus der Platincasino-Untersuchung fließen in diese Bewertung ein, während Vertreter der Bundesländer und der GGL die Auswirkungen auf den regulierten Markt analysieren, um Anpassungen an der bestehenden Regulierung vorzunehmen; die Ermittlungen liefern hierbei konkrete Daten, die den bisherigen Annahmen gegenübergestellt werden.

Die Verbindung zwischen der Steuerermittlung und der laufenden Evaluierung ergibt sich aus der Tatsache, dass die GGL ihre Marktanalysen kontinuierlich aktualisiert und die neuen Erkenntnisse über den Steuerverlust von 77,6 Millionen Euro als ergänzende Information dienen, um die tatsächliche Größe des illegalen Segments besser einzuschätzen.
Relevanz für die Marktentwicklung
Experten der beteiligten Behörden sehen in den vorliegenden Zahlen einen Anlass, die Methoden zur Erfassung illegaler Anbieter zu verfeinern, denn der Vergleich mit dem legalen Marktvolumen von 213,5 Millionen Euro verdeutlicht die Diskrepanz, während die Untersuchung der Frankfurter Staatsanwaltschaft weiterhin Daten sammelt, die in die Bewertung des GlüStV einfließen und die Grundlage für zukünftige Entscheidungen bilden.
Schlussfolgerungen aus der Untersuchung
Die Ermittlungsergebnisse zu Platincasino liefern der GGL und den Landesbehörden zusätzliche Fakten für die laufende Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags, und die aufgedeckten Steuerverluste in Höhe von 77,6 Millionen Euro für 2024 dienen als konkrete Referenz, um den Anteil des Schwarzmarkts genauer zu bestimmen, wobei die offiziellen Daten aus der Steuerermittlung und den Marktstatistiken die Grundlage dieser Bewertung darstellen.